Berichte aus Verein und Landesgruppen

Die Landesgruppen des IKFB pflegen ein vielseitiges Vereinsleben.
Die Veranstaltungen bieten immer wieder eine gute Gelegenheit, sich mit der Rasse näher vertraut zu machen und engagierte Züchterinnen und Züchter sowie anderen Bully-Freunde persönlich kennen zu lernen.

An dieser Stelle veröffentlichen die Landesgruppen Berichte und Bilder von ihren vergangenen Aktivitäten, für alle, die nicht dabei sein konnten!

 

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Landesgruppe Bayern + Sachsen
Bully-Treffen in Bayern

Wir gratulieren ganz herzlich unserem langjährigen Mitglied, Zuchtwart und Richter, Herrn Peter Machetanz zur Verleihung der »Baron von Gingins Gedächtnismedaille«, der höchsten Auszeichnung im VDH.

Ihre Vorstandsschaft der LG Bayern + Sachsen

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Landesgruppe Bayern + Sachsen
Bully-Treffen in Bayern

Trotz Wolkenverhangenem Himmel , fand am 03.11. unser Bullytreffen statt.

Es war eine herzliche, fröhliche Stimmung unter allen Bullys , deren Herrchen und Frauchen und anderen bullyinteressierten Gäste. Nach ausgiebigem Herumtoben unserer Bullys konnten sich Herrchen/Frauchen bei einer kleinen Mahlzeit, Kaffee und Kuchen untereinander austauschen. Danke an alle, die das Treffen ermöglicht haben und wir freuen uns auf das nächste Zusammentreffen!

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Züchtertag des IKFB 2019

31.03.2019

Zu dem durch Frau Pallasky organisierten Züchtertag in Oberursel erschienen am 31. März 36 der angemeldeten 38 Züchter. Als Referenten folgten Frau Dr. Schiller (dogbase), Frau Dr. Medl (Gutachterin Wirbelsäule), Frau PD Dr. Pfeiffer (DNA und Gentests) und Frau Dr. Estelle Henrich (Kardiologin der Veterinärmedizinischen Uniklinik Gießen) den Einladungen.

Frau Dr. Schiller begann die Vortragsreihe mit Erläuterungen zur praktischen Anwendung und den Möglichkeiten des Zuchtprogrammes »dogbase«. Neben der Stammbaumrecherche, dem gezielten Suchen nach einzelnen erfassten Merkmalen wie Kaiserschnitt oder Ähnlichem, ging Sie auch auf die Berechnung des Inzuchtkoeffizienten ein. Die Handhabung des Zuchtprogramms ist ausgesprochen einfach und bietet große Möglichkeiten bei der Planung einer Verpaarung. Des Weiteren bot Frau Dr. Schiller an, das bis zu max. 3 Fotos der eigenen Hunde unter Angabe der Zuchtbuchnummer an den Verlag gesendet und in »dogbase« integriert werden können. Es werden ein Foto von vorne, eines seitlich und eines von hinten in der Datenbank akzeptiert.

Als zweite Referentin erläuterte Frau Dr. Medl die Vorgehensweise zur Einteilung der Rückengrade 1-5. In dem mit Spannung erwarteten Vortrag zeigte Sie an ausgewählten Röntgenbildern die unterschiedlichen Deformationen einzelner Wirbelkörper und leitete daraus ab, wie es zur Gradeinteilung der Wirbelsäulen (Grad 1-5) kommt und welche klinischen Risiken mit einzelnen Veränderungen verbunden sein können. Sie räumte ferner mit anekdotischen Überlieferungen, Verkettungen und Verallgemeinerungen auf: »Hunde mit guten Wirbelsäulen haben viel öfter einen Bandscheibenvorfall …« Dies sei nicht so, es hänge nicht von der radiologisch guten Wirbelsäule ab, sondern es lägen darüber hinaus parallel genetische Veranlagungen einzelner Hunde hierfür vor. Frau Dr. Medl machte es sichtbar Spaß, sich mit den Fragen und Sorgen der Züchter sachlich auseinander zu setzen. Bei den Erläuterungen über die Folgen von Keilwirbeln und Schmetterlingswirbeln zitierte sie den Standard der Französischen Bulldogge und verwies dabei mit Nachdruck auf die von ihm beschriebenen Proportionen: Etwas länger als hoch! In diesem Zusammenhang erläuterte Frau Pallasky, dass ihr beim Richten mehr und mehr auffalle, dass das Brustbein im Durchschnitt in den letzten Jahren deutlich kürzer geworden sei. Frau Dr. Medl erläuterte, dass die Brustwirbelsäule mit den 13 Wirbeln länger sein müsse, als die Lendenwirbelsäule mit 7 Wirbelkörpern. Hierauf müsse bei der Zucht nachdrücklich geachtet werden. Einer Modifikation der Klasseneinteilung 1-5 wird gerade entwickelt. Ein Ausschluss der Hunde mit Klasse 5 Rücken von der Zucht bleibt unbestritten. Ferner wird empfohlen, Hunde mit Klasse 4 Rücken nur mit Hunden der Klassen 1 oder 2 zu verpaaren. Am Ende Ihres Vortrages gab Frau Dr. Medl gerne einen beeindruckenden Überblick über die Ursachen und Folgen des brachyzephalen Syndroms: »Es ist viel mehr als nur kurze Nase …!«

Nach einer kurzen Pause ging es mit einem theoretischen Thema von Frau PD Dr. Pfeiffer (Uni Kassel) weiter. Die Grundlagen der Molekulargenetik wurden an praktischen Beispielen erläutert. »Was ist denn die DNA?« -  »Wie funktioniert das denn mit den Genen?«
Frau Dr. Pfeiffer erläuterte eindrücklich, wie der Elternnachweis molekulargenetisch geführt wird. Im Anschluss wurde an Beispielen anderer Rassen gezeigt, wie sich innerhalb einer Rasse durch geographische Gegebenheiten genetisch deutlich unterschiedliche Populationen entwickeln können. Im Hinblick auf einen großen Genpool und eine große genetische Varianz erscheint es sehr sinnvoll, eine solche Gencluster-Bestimmung unserer Französischen Bulldoggen erstellen zu lassen. Hierzu wird sich Frau Pallasky weiter mit Frau Dr. Pfeiffer in Verbindung setzen, um die Konditionen und Möglichkeiten einer solchen Untersuchung zu besprechen. Frau Dr. Pfeiffer ging in Ihrem Vortrag auf die Möglichkeiten von Gen-Tests ein. Es gibt angebotene Gen Tests, mit denen man genau das untersuchen kann, was man wissen möchte, z.B. der Verdünndungsfaktor. Darüber hinaus werden Gentests angeboten, die zwar ein Ergebnis bringen, bei dem es aber nicht 100% sicher ist, ob das getestete Merkmal überhaupt damit zu bestimmen ist. Ferner gibt es auch Tests, die zwar ein molekulargenetisch eindeutiges Ergebnis bringen, aber der klinische Wert dieses Tests nicht hinreichend aussagekräftig ist. Diese Tests wurden anhand von Beispielen aus anderen Rassen praxisnah erläutert.

Als letzte Referentin kam Frau Dr. Estelle Henrich, Cardiologin der Tiermedizinischen Fakultät der Universität Gießen, an das Rednerpult. Dem Auditorium wurde ein sehr eindrücklicher, multimedialer Vortrag zu möglichen Herzproblemen bei Französischen Bulldogen vorgestellt. Die lockere Art von Frau Dr. Henrich machte das Zuhören leicht und die Beteiligung der Züchter war nach fast vier Stunden unverändert rege. Anatomische Grundlagen des Herzens wurden ebenso nachvollziehbar erläutert, wie die daraus resultierenden Krankheiten Pulmonal- und Aortenstenose. Es wurde darauf hingewiesen, dass eine möglichst frühe Diagnosestellung dieser Erkrankungen ausschlaggebend für die Therapie und das Wohlergehen des betroffenen Hundes sei. Bei der Recherche zu Ihren Vortrag fand Frau Dr. Henrich heraus, dass keine der in Gießen untersuchten Hunde mit SCHWEREN Herzfehlern in den letzten Jahren aus dem IKFB kamen - hier handelte es sich ferner um Hunde aus dem Ausland. Eine ausführliche Literaturübersicht aus unterschiedlichen Ländern wurde zu diesem Thema gezeigt, die unter anderem auch einen polygenetischen Erbgang für Herzerkrankungen nachwiesen. Frau Dr. Henrich hält es daher auch für unverantwortlich, Hunde mit geringen Auffälligkeiten an Aorta oder Arteria pulmonalis in der Zucht einzusetzen. Sie zeigte anhand eines klinischen Beispiels einer importierten Französischen Bulldogge die Therapiemöglichkeiten einer Pulonalstenose mittels erfolgreicher Ballondilatation. Die Diskussion über die korrekt verwendeten Grenzwerte der Flussgeschwindigkeiten beendete den außerordentlich aufschlussreichen Vortrag.

Zusammenfassend brachte der Züchtertag viel Licht in dunkle Ecken und machte den Anwesenden bewusst, welche Verantwortung sie bei der Auswahl der Paarungspartner haben. Es war schön zu sehen, wie die interessierten Züchter den medizinischen Fachvorträgen über einen so langen Zeitraum begeistert folgten. Das durchweg positive Feedback zu diesem Tag veranlasste die Zuchtleitung und die anwesenden Vorstandsmitglieder dazu, den nächsten Züchtertag mit vergleichbaren Referenten und Themen zu planen.

 

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Landesgruppe Baden-Württemberg
Erster Bullyspaziergang 2019

Es war ein Erlebnis zu sehen wie viele Bullyfreunde mit ihren Hunden von ganz jung bis alt, trotz widrigen Witterungsverhältnissen, der Einladung zu unserem Heiligen Drei Könige Bullyspaziergang gefolgt sind. Ein harmonisches Miteinander von ca. 40 Bullys beim Spaziergang und tollen Gesprächen zwischen den 52 Menschen. Unsere 1. Landesgruppenvorsitzende Frau Verena Burger war auch mit dabei, ebenso Frau Dagmar Cansevin, die für die Organisation und den wirklich schönen Ort gesorgt hat. Ein herzliches Dankeschön an Dagmar! Nach dem Spaziergang haben sich fast alle im Restaurant Sommerhof zu einem gemeinsamen Mittagessen eingefunden. Bei leckerem Essen konnte man sich dann noch toll austauschen und interessante Gespräche führen. Ein gelungenes erstes Beisammensein im Jahr 2019!