Aktuelles aus dem Zuchtgeschehen - IKFB e.V.
| ◊ | ZTP-Termine 2011 als PDF-Download |
| DOGBASE für alle Züchter im IKFB |
Wir haben auf unserer Vorstandssitzung am 03.03.2012 beschlossen, allen Züchtern im IKFB, die daran interessiert sind, das Zuchtprogramm des TG Verlages »dogbase« zugänglich zu machen.
Mit diesem Programm arbeitet die Zuchtleitung, das Zuchtbuchamt und
der Zuchtausschuss des IKFB.
Nähere Infos dazu finden Sie unter
www.tg-verlag.com
Wenn Sie »dogbase«
erwerben möchten, kontaktieren Sie bitte unsere
Geschäftsstelle Frau Pramberger.
Sie wird Ihre Kontaktdaten an den TG
Verlag weiterleiten. Dieser nimmt dann Verbindung mit Ihnen auf.
Sie können »dogbase« einmalig, einmal im Jahr, zweimal im Jahr oder
öfter bestellen.
Wir empfehlen 2x im Jahr.
Dieses Programm ist
kostenpflichtig und wird direkt an den TG Verlag bezahlt.
Die Preise
liegen je nach Anzahl der Updates zwischen ca. 50,- und 120,- € im
Jahr.
Wir hoffen, mit diesem Schritt den Züchtern die Auswahl der Zuchttiere zu erleichtern und ihnen einen besseren Überblick über die Rasse zu ermöglichen.
Für den Vorstand
Barbara Pallasky
Liebe Mitglieder,
ich möchte sie bitten, zukünftig von direkten
Anfragen wegen Wirbelsäulenbefunden bei Frau Dr. Medl abzusehen.
Ebenso wird Frau Dr. Medl ab sofort auch keine Durchschläge der
Befundbögen mehr an den jeweiligen Besitzer schicken.
Das hat zwei Gründe, zum einem wird durch wiederholte Telefonate der
Praxisablauf bei Frau Dr. Medl erheblich gestört und zum anderen komme
ich mit meiner Buchhaltung durcheinander, wenn die weißen Kopien für
den
Besitzer bei den Befundbögen fehlen.
Selbstverständlich erteile ich Ihnen gerne Auskunft über die
Wirbelsäulenbefunde ihres Hundes und natürlich erhalten sie auf der
ZTP
auch die für sie bestimmten Befundkopien.
Für Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Es gibt kein Problem,
das man nicht lösen kann.
Ich danke für Ihr Verständnis.
Dr. Anne Posthoff
Wir bitten um Beachtung:
Die Röntgen-Formulare
sind bei Frau Dr. Posthoff anzufordern!
| Einteilung der Wirbelsäulenveränderungen in Schweregrade und die Auswirkung auf die Zucht |
Die radiologische Untersuchung und die Auswertung und Gradeinteilung
der Wirbelsäule ist Voraussetzung für die Teilnahme an einer ZTP. Das
Mindestalter für die Untersuchung beträgt 11 Monate.
Die Röntgenaufnahmen sind zusammen mit dem Auswertungsauftrag an den
vom IKFB bestellten Gutachter z.Z. Frau Dr. Medl zu schicken.
Während der Zuchtwarttagung am 25.09.2011 in Baunatal haben die
anwesenden Zuchtwarte einen Beschluss zur neuen Einteilung der
Wirbelsäulenveränderungen gefasst. Es wird ein weiterer Grad »Grad 5«
eingeteilt.
Es erfolgt eine Gradeinteilung von Grad 1 bis Grad 5
Auswirkungen auf die Zuchtbestimmungen:
Hunde mit Wirbelsäulen, die in die Grade 1, 2, 3 und 4 unterliegen
keiner Zuchtbeschränkung.
Für Hunde mit WS-Gradeinteilung 4 gilt die Empfehlung, sie mit Hunden
mit Grad 1,2 und 3 zu verpaaren.
Hunde mit WS Gradeinteilung 5 dürfen nur mit Tieren Grad 1,2 und 3
verpaart werden. Für Hunde mit Grad 5 ist ein Deckakt mit einem
ausländischen Hund nur nach dessen erfolgter Röntgenuntersuchung
und
Begutachtung gestattet. Zum jetzigen Zeitpunkt erfolgt kein Ausschluss
von Grad 4 und 5 Tieren aus der Zucht, da über die Vererbung keine
sicheren Aussagen bestehen.
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Auszug aus dem Artikel »Zuchtstrategien und ihre Anwendung« von Prof. Dr. Friedrich aus: Unser Rassehund, Ausgabe April 2011, mit freundlicher Genehmigung des VDH |
...
Es gibt also unwiderlegbare Gründe für gesonderte
Zuchtzulassungsprüfungen mit erweiterten Eignungskriterien und einer
übersichtlichen Dokumentation, die öffentlich zugänglich gemacht wird.
Zweierlei Angaben zu gesundheitsbezogenen Variablen gilt es bei dieser
Gelegenheit zu eruieren. Da sind einerseits DNA-Befunde, die mit
Erbkrankheiten in Beziehung stehen, und andererseits klinische
Untersuchungsbefunde zu erblich beeinflussten pathologischen Merkmalen
– immer unter der Voraussetzung, bei der entsprechenden Rasse spielen
Störungen eine gravierende Rolle. Nur so lässt sich auch nur
ansatzweise eine diagnostische Grundlage für die Anwendung von
systematischen Zuchtstrategien erarbeiten. Auf eine moderate Art und
Weise sollte auch Verhaltensmustern nachgegangen werden.
Rassespezialisten werden den Anlass zudem problemlos für eine Analyse
der Ahnen nutzen können, was in der Regel nicht zu formellen
Beschlüssen, sondern zu informellen Aussprachen führen sollte. Es ist
ein Leichtes, anlässlich einer solchen Veranstaltung mannigfachste
Bewegungsmuster, so auch die im vorhergehenden Absatz angedeuteten,
bei den Vierbeinern hervorzurufen und bezüglich ihrer Aussagekraft für
künftige Generationen zu bewerten. Im Ablauf gibt es sicherlich
etliche Unterschiede zwischen Ausstellungen und Körungen (im Sinne von
Veranstaltungen, die der Beurteilung der Eignung zum Zuchteinsatz
dienen). Einer von ihnen ist äußerst schwerwiegend. Wird er nicht
umgesetzt, drohen verheerende Fehlurteile. Der Einfluss des
Präsentationsgeschicks auf das schriftlich fixierte Resultat ist bei
den Zuchtzulassungen so gering wie irgend möglich zu halten, bei
Ausstellungen fließt das Handling so gut wie immer in den
Gesamteindruck ein. Letztlich wollen wir ja von dem, was wir mit den
Sinnen wahrnehmen und was uns als medizinischer Befund vorliegt,
soweit es machbar ist, auf den Genotyp schließen. Dazu leistet das
andere Ende der Leine nichts.
In Deutschland schreiben die Französischen Bulldoggen auf löbliche Art
und Weise Geschichte. Um den Schattenseiten der Brachycephalie keine
Chance zu geben, stellen sie sich einer Art von Konditionstest. Ihr
Herz wird von einem Tiermediziner abgehört und sowohl die Pulsfrequenz
als auch die Atmung kontrolliert. Anschließend bewegen sie sich einen
Kilometer unter Einhaltung einer Vorgabezeit fort. Und schließlich
stehen das Herz, der Puls und die Atmung direkt nach der
Bewegungsphase und fünf bis zehn Minuten später erneut auf dem
Prüfstand. Nur die Starter, die störungsfrei agieren, werden zur Zucht
zugelassen. Möpse und weitere Rassen profitieren gleichermaßen von
dieser Neuerung. Wie nahtlos fügt sich dieses Verfahren doch in die
bereits beworbene Leitidee ein, wonach am Tag der Bewertung der
Eignung eines Hundes für die Zucht die Schlüsselbegriffe einmal mehr
lauten müssen: Lebensqualität (für den Hund), Langlebigkeit,
Gesellschaftsverträglichkeit und Rassetyp.
...
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Antrag auf Deckgenehmigung als PDF zum Downlaod |
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DNA-Profiling bei Französischen Bulldoggen: Ein Resümee für 2010 von PD Dr. Ina Pfeiffer Zum Lesen des PDFs bitte HIER klicken |
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Herzprobleme bzw. Pulmonalstenose bei den Französischen Bulldoggen? von Dr. Jutta Gerwert |
PDF-Download "Herzuntersuchung" von Dr. Gerwert
Am 24.11.2010 trafen sich fünf Züchter mit Herrn Dr. Wendt, einem Tierarzt, der auf die Herzuntersuchung bei Hunden spezialisiert ist und dem »Collegium cardiologicum« angehört.
Der IKFB wollte in einer Screeninguntersuchung von verschiedenen Hunden abklären, ob in unserer Rasse ein Herzproblem, spezielle eine Einengung der Lungenarterie (Pulmonalstenose) vorliegt
Diese Pulmonalstenose wird in 4 Schweregrade eingeteilt, wobei die leichte Form leider bei der üblichen klinischen Untersuchung der Hunde und auch beim Belastungstest nicht auffallen muss.
Zur Diagnostik der Pulmonalstenose ist eine ausführliche Ultraschalluntersuchung notwendig, wobei die einzelnen Kammern des Herzens vermessen werden und der Druck in jeder Kammer und den großen Gefäßen gemessen wird.
Alle sieben Hunde im Alter von 6 Monaten bis 4 Jahren wurden auf die
Seite gelegt, an ein EKG angeschlossen und gründlich über 20-30
Minuten mit verschiedenen Einstellungen des Ultraschallgerätes
untersucht.
Im Vorfeld hatte Herr Dr. Wendt uns die "Pulmonalstenose"
und seine Untersuchung erklärt und war der Meinung, die Französischen
Bulldoggen seien sicher betroffen. Doch zu seiner Überraschung wiesen
alle sieben Hunde keine Herzveränderungen oder Engpässe (=
»Stenosen«)
der Gefäße auf.
Natürlich herrschte nun große Erleichterung, dass doch wahrscheinlich kein Problem besteht. Allerdings sind sieben Hunde noch kein großer Durchschnitt unserer Rasse.
Daher wäre es wünschenswert, wenn möglichst viele Zuchttiere unserer
Rasse sich dieser speziellen Herz-Ultraschalluntersuchung unterziehen
würden.
Allerdings sollte diese Untersuchung nur von Spezialisten
durchgeführt werden, die über die Ausrüstung und das nötige Know-how
verfügen. Eine Möglichkeit sind Mitglieder des o.g.
Collegium-cardiologicum oder gute Kliniken.
Wie bei fast allen Untersuchungen gibt es einen Untersuchungsvordruck. Die Kosten der Untersuchung betragen ca. 80,- bis 150,- €.
Die Ahnentafel sollte mitgebracht werden, da die Untersuchung dort vermerkt werden kann. Eine Kopie des Untersuchungsbogens bitte an die Zuchtleitung schicken. Im Deckrüdenverzeichnis werden wir z.B. künftig die durchgeführte Herzuntersuchung vermerken.
Vielen Danke an die Züchter, die mit zu Herrn Dr. Went gefahren sind und die Untersuchungs- und die Fahrkosten auf sich genommen haben.
Dr. Jutta Gerwert
Auf der Internetseite des Collegium cardiologicum finden Sie weitere Informationen und eine Liste der Tierärzte, die dieser Gesellschaft angeschlossen sind:
| ◊ | Collegium cardiologicum www.collegium-cardiologicum.de |
| ◊ | Tierarzt-Liste: Untersucherliste
Collegium cardiologicum http://collegium-cardiologicum.de/CC_Untersucherliste_off_17_11_10.pdf |
| ◊ |
Bericht der Screeninguntersuchung Pulmonalstenose von
Frau Dr. Gerwert als PDF-Download |
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War
»Fifi«
der Vater? Abstammung sicher nachweisbar von PD Dr. Ina Pfeiffer |
PDF-Download "Abstammung sicher nachweisbar" von PD Dr. Ina Pfeiffer
Wie kann man sicher sein, dass der gerade erworbenen teure
Rassehund auch tatsächlich den guten Stammbaum hat, den ihm
seine Papiere bescheinigen?
Vor allem für Hundezüchter ist diese
Frage von größter Bedeutung.
Mittlerweile gibt es technische Möglichkeiten, dieser Fragestellung gezielt auf den Grund zu gehen.
Molekulargenetiker haben ein Verfahren entwickelt, das die Identität eines Hundes mit 99,99%iger Sicherheit feststellen kann. Hierfür braucht man entweder einen Fingerhut voll EDTA-Blut, einen Mundschleimhautabstrich oder ca. 30 frisch ausgezupfte Haare mit Wurzeln.
"Mikrosatelliten belegen die Identität"
Bei der so genannten »Mikrosatelliten-Diagnostik« (DNA-Fingerabdruck) wird von dem Probenmaterial zunächst die Erbsubstanz, die DNA, isoliert. Je nachdem, welches Isolationsprotokoll angewendet wird, hat man das Makromolekül bereits nach 30 Minuten vorliegen. Hiernach lagert man die DNA ein (-20°C) und sie kann je nach Wunsch, für eine bestimmte Merkmalsdiagnostik/Forschungsprojekte wieder aufgetaut und eingefroren werden.
"Das DNA-Profil"
Was jetzt passiert, lässt sich als ausgeklügelte biochemische Reaktion umschreiben. Bei diesem »Mikrosateliten-Detektions-Verfahren« werden kleine, individuell unterschiedliche Abschnitte, ben die »Mikrosateliten (STRs, Marker)« (siehe Abb. 1) von der DNA abgelesen und vervielfältigt.

Abb. 1: Mikrosatelliten-Vererbung bei einer Hundefamilie
Das geschieht, damit man ausreichend Material bekommt, um die individuellen Unterschiede der Hunde sichtbar und für eine Auswertung zugänglich zu machen.
Der Rest ist Statistik: Um eine nahezu 100&ige Aussage über die Identität abzuleiten, muss eine ausreichend große Anzahl von Mikrosatelliten untersucht werden. Die Visualisierung kann mit speziellen Geräten vorgenommen und abschließend ausgewertet werden. (siehe Abb. 2)

Abb. 2: von der Probe bis zum DNA-Profil
Anhand der ermittelten Größe/Länge der unterschiedlichen Marker wird die Identität des Hundes festgestellt. Auf diese Weise wird für jeden Hund ein »Strichcode« festgestellt und über bestimmt Computer-Programme in Datenbanken eingearbeitet und muss in der Regel nur einmal im Leben durchgeführt werden.
"Abstammungsnachweise"
Auf die gleiche Weise lässt sich auch die Abstammung eines Hundes klären. Gibt es bei den inder automatischen Auswertung sichtbar gemachen Mustern Übereinstimmungen mit dem Muster vom angeblichen Mutter- und/oder Vatertier. dann ist die Herkunft klar.

Abb. 3: der DNA-Profil-Abgleich einer Hundefamilie mit zweifelhafter Abstammung von Welpen
Abstammungstest werden mittlerweile von vielen Rassehundeclubs vorgenommen. Nur so lässt isch der gar nicht so seltene Verdacht aus der Welt räumen, dass bei einem Wurf wertvoller Rassehunde auch Nachbars »Fifi« seine Pfoten im Spiel gehabt haben könnte.
Ferner bietet der DNA Fingerabdruck - als Vorsichtsmaßnahme - auch die folgende Möglichkeit: Falls Ihr Tier gestohlen wird und wieder auftaucht, können Sie gerichtsfest beweisen, dass es tatsächlich Ihr Vierbeiner ist.
PDF-Download "Abstammung sicher nachweisbar" von PD Dr. Ina Pfeiffer
Weitere Downloads zum Thema:
Untersuchungsantrag DNA-Status Zuchtzulassung + Informationsblatt
Untersuchungsantrag DNA-Status Abstammung Welpen + Informationsblatt
Anleitung zum DNA-Abstrich bei Welpen
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Züchtertagung IKFB 07. November 2010 in Reken Was verändert sich an der Röntgenuntersuchung der Wirbelsäule? von Dr. Anne Posthoff |
PDF-Download "Züchtertagung 07.11.2010 - Röntgenuntersuchung der Wirbelsäulen" von Dr. Anne Posthoff
Was ändert sich an der Röntgenuntersuchung der Wirbelsäulen?
Das bisherige Verfahren, zwei Röntgenaufnahmen der Wirbelsäule
von jedem Bully, der zur Zucht zugelassen werden soll,
einzureichen, wird beibehalten.
Allerdings ändert sich an der
Befundung und den daraus resultierenden Konsequenzen eine Menge.
Wir sind uns alle darüber einig, dass Wirbelsäulenveränderungen
bei den Französischen Bulldoggen häufig vorkommen, auch wenn von
anderen Zuchtvereinen immer behauptet wird, dort würde mit
keilwirbelfreien Hunden gezüchtet. Es ist aber nun nicht so,
dass nur wir IKFB Züchter Hunde mit Keilwirbeln haben, in
anderen Ländern ist das Problem ebenfalls erkannt und wird auch
dort züchterisch bearbeitet.
Der englische Klub für
Französische Bulldoggen etabliert gerade ein gestrafftes
Gesundheitssystem mit Bronze, Silver und Gold Certificates - der
amerikanische Klub für Französische Bulldoggen führt über die
OFA (orthopedic foundation for animals) seit langem
Röntgenuntersuchungen der Wirbelsäulen bei der Französischen
Bulldogge durch.
Aus persönlichen Gesprächen weiß ich, dass
auch die Belgier und Niederländer über die Etablierung eines
Gesundheitssystems nachdenken und in Österr3eich wird seitens
einiger eifriger Genetiker auch ganz heftig über die
Daseinsberechtigung der Brachycephalen (Kurznasen) diskutiert.
Aus Amerika kommt auch die einzige ernst zu nehmende Studie zu
diesem Thema, mit statistisch relevantem Zahlenmaterial, sieht
man von den Parolen und anekdotenhaften Schilderungen anderer
Bulldogenklubs ab.
So wurden in Amerika im Jahr 2004 245
Tier untersucht mit folgendem Ergebnis: 81% der Hunde hatten bis
zu 5 Keilwirbel, 70% der Hunde hatten Keilwirbel zwischen dem 5.
und 9. Brustwirbel. Bis zum Jahr 2008 wurden insgesamt 668
Französische Bulldoggen untersucht.
Was ändert sich nun also?
Zunächst einmal wird die Beurteilung der Wirbelsäulen von einer
UNABHÄNGIGEN Gutachterin, Frau Dr. Susanne Medl erfolgen (www.medl-tierklinik.de).
Frau Dr. Medl ist nicht nur fachlich kompetent, sie ist auch
unabhängig (sie züchtet keine Bullies, hat selbst keinen Bully,
hat keine Schwester, die Bullies züchtet und will sich auch
nicht im IKFB ehrenamtlich engagieren) sie mag Bullies und ist
nicht der Meinung, dass diese Rasse von der
Bildfläche verschwinden sollte.
Es werden weiterhin zwei Röntgenaufnahmen der Brust- und Lendenwirbelsäulen in Seitenlage angefertigt werden müssen. Bei der Aufnahme der Lendenwirbelsäule soll die Rute vollständig abgebildet sein und die Qualität der Aufnahmen muss eine Beurteilung der einzelnen Wirbel erlauben.
Im Vorgespräch mit Frau Dr. Medl und Frau Dr. Gerwert fiel auf,
dass leider ein sehr großer Anteil der eingeschickten
Röntgenaufnahmen auf Grund mangelnder Qualität und verkippter
Lagerung nicht auswertbar waren.
Das wird in Züchterkreisen
sicherlich zu Unmut führen, denn zukünftig werden qualitativ
schlechte Aufnahmen nicht mehr akzeptiert werden.
Das bedeutet dann, dass die Aufnahmen erneut angefertigt werden müssen. Es ist wichtig, seinen Tierarzt darüber zu informieren, um sich Stress und Ärger zu ersparen.
Weiterhin wird empfohlen, unruhige Hunde zu sedieren, damit eine wirklich ortograde seitliche Lagerung gewährleistet wird. Digitale Medien sind zugelassen, allerdings müssen sie diesen Qualitätskriterien genau so genügen, wie die herkömmlichen Röntgenaufnahmen.
Die Befundung der Röntgenaufnahmen durch Frau Dr. Medl wird nachvollziehbar und transparent sein, es wir eine Einteilung in 4 Grade vorgenommen, wobei nur Grad 4 mit einer Zuchtauflage belegt werden wird. Die Grad-4-Hunde können natürlich nach wie vor mit ausländischen Hunden verpaart werden, wenn auch der Paarungspartner eine Befundung der Wirbelsäule durch Frau Dr. Medl vornehmen lässt und mit Grad 1 oder 2 beurteilt wird. genau wie bei deutsch-deutschen Verpaarungen.
Es ist beabsichtigt, dieses Verfahren zunächst drei Jahre lang
durchzuführen und nach drei Jahren die Ergebnisse zu evaluieren
und das Verfahren eventuelle zu modifizieren.
Außerdem
sollen die Ergebnisse veröffentlich werden.
Dr. Anne Posthoff
PDF-Download "Züchtertagung 07.11.2010 - Röntgenuntersuchung der Wirbelsäulen" von Dr. Anne Posthoff
Kontakt Informationen
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