Geschichte des IKFB e.V.

Der Internationale Klub für Französische Bulldoggen wurde 1909 gegründet und versammelteMonatsblätter 1925-1927 schnell Züchter und Liebhaber der Rasse unter seinem Dach. Vor 1909 waren Züchter dieser neuen Rasse in verschiedenen anderen Klubs zu finden, doch nun nahm sich der Spezialklub »Internationaler Bouledogue-Francais Club« (IBFC) dieser Rasse an und bestimmte ihren Weg in Deutschland bis heute.

Daneben hat es immer kleine Züchtergruppen gegeben, die vom IKFB isoliert waren. Aber ihre Zuchtbemühungen hatten nie einen Einfluss auf die Rasse.

 

Die erfolgreiche Arbeit des IKFB ist in seinen Zuchtbüchern dokumentiert. 1913 erschien Band I mit 306 Eintragungen, 1924 folgten die Bände II-IV und gerade ist Band LII für 2006 mit den Eintragungen 18344-18502 an die Züchter ausgegeben worden.

Französische BulldoggenDer deutsche Klub wurde schnell in den Kreis der weltweiten Spezialklubs für Französische Bulldoggen aufgenommen. Seine Vertreter legten 1912 zusammen mit ihren Partnern aus Österreich, Schweiz, England, Frankreich und USA die internationalen Rassekennzeichen der Französischen Bulldoggen fest.

Der IBFC hatte nun seinen Platz auf der nationalen Bühne besetzt und war ein wichtiger internationaler Partner geworden.

Auch die Erfolge der deutschen Zucht konnten international beeindrucken. Doch der 1. Weltkrieg machte vieles zunichte und bremste die Entwicklung des Klubs. Die internationalen Verbindungen brachen ab und der IBFC konnte sich in diesen schweren Zeiten nur bemühen, den Kreis seiner Liebhaber und Züchter zu erhalten.

1915 musste dann der Klubname deutsch werden. Aus dem »Internationalen Bouledogue-Francais Club« wurde der »Internationale Klub für Französische Bulldoggen« IKFB.

 

Nach den schweren Kriegsjahren und der verhängnisvollen Inflationszeit richtete sich der IKFB wieder auf und gewann zunehmend neue Züchter und Liebhaber. Bis 1930 wuchsen Zwingergründungen und Welpenzahlen so stark an, dass eine Massenzucht der Französischen Bulldoggen in Deutschland zu befürchten war. Doch plötzlich wandelte sich das öffentliche Interesse an der Rasse und die Gefahr war gebannt.

Ab 1933 wirkten sich die politischen Ereignisse in Deutschland auf die Hunde-Welt und somit auch auf den IKFB aus. Aus dem IKFB wurde die »Fachschaft für Französische Bulldoggen« im Reichsverband für das Deutsche Hundewesen. Doch trotz widriger Umstände und begrenzter finanzieller Möglichkeiten erhielt sich der IKFB ein Höchstmaß an Selbständigkeit.

 

Dann kam der 2. Weltkrieg. Heute ist es nicht mehr nachzuvollziehen, dass es, während die Feuerwalze des Krieges über Europa hinweg rollte und Tod und Verderben brachte, immerFranzösische Bulldogge noch eine geordnete Zucht von Französischen Bulldoggen in Deutschland gab. In Zeiten, in denen Menschen hungerten und zugrunde gingen, wurden Welpenstatistiken geführt.

Der Krieg hinterließ ein zerstörtes, unter die Sieger verteiltes Deutschland, Zonengrenzen und bittere Erfahrungen hemmten menschliche Kontakte und schlechte Versorgung zwang zum Kampf ums Überleben.

In den Köpfen der Menschen war wenig Platz für die Zucht von Luxushunden. Trotzdem, schon 1949 erschien das IKFB-Zuchtbuch Band XVII mit den Eintragungen 10903-11650. Der IKFB war aus der Asche auferstanden.

Leider beendete im selben Jahr die Trennung von West- und Ostdeutschland diese Entwicklung und beschränkte den IKFB auf die Bundesrepublik Deutschland. Die internationalen Kontakte lebten langsam wieder auf und schon bald wurden internationale Blutlinien für die deutsche Zucht wichtig. Die Ergebnisse bewiesen, dass die deutsche Zucht Anschluss an vergangene Größe gefunden hatte und der IKFB war auf dem besten Weg, die alte Rolle in der internationalen Zucht wieder zu besetzen.

 

Seit 1978 organisiert der IKFB jährlich Klubsieger-Zuchtschauen und hat damit eine Bühne geschaffen, auf der Liebhabern der Französischen Bulldoggen die besten Zuchtergebnisse Europas präsentiert werden.

Die Wiedervereinigung Deutschlands brachte die Züchter der DDR zurück in den IKFB und schnell wurden sie wichtige Mitglieder der Züchtergemeinschaft.

Um die entscheidenden Zuchtziele Gesundheit und Vitalität der Rasse zu unterstützen, richtete der IKFB 1991 Zuchttauglichkeitsprüfungen ein. Diese finden mehrmals im Jahr mit einer Zuchtkommission und einem Tierarzt statt und sind Voraussetzung für die Zuchtverwendung der Hunde.

 

Großen Einfluss auf das heutige Zuchtgeschehen hat der neue FCI-Standard. Insbesondere durch seine neue Definition der Fellfarben beendete er die Diskussion über die Zulassung der Fawns in Europa. Unvorhersehbar aber waren die Folgen der Öffnung der europäischen Grenzen und die Auswirkungen der neuen Medien, besonders die des Internets, auf Gegenwart und Zukunft unserer Rasse.

Wenn man 1930 eine die Gesundheit der Französischen Bulldoggen gefährdende Massenzucht befürchtete, so muss man für die heutige Zeit feststellen, dass alle Befürchtungen eingetreten sind. Der Bully ist bereits Modehund in Deutschland.

Nachfrage und Welpenangebote explodieren. Welpen erreichen Deutschland über die Grenzen in Pappkartons und Autokofferräumen, sie sind ein Bestseller auf Hundemärkten im östlichen Ausland.

Das Internet bietet dubiosen Klubs, »Züchtern« und Hundehändlern eine willkommene Plattform. »Spezialzüchter« züchten gezielt Fehlfarben und bieten ihre Ware zu Extrempreisen an und überzeugen ihre Interessenten mit eindrucksvollem Bildmaterial.

Hier muss der IKFB der Fels in der Brandung bleiben und mit seiner Zuchtqualität und seinen Gesundheitsstandards die Liebhaber überzeugen.

Französische BulldoggeDer IKFB feierte 2009 sein hundertjähriges Bestehen. Nach dem großen Fest müssen Verein und Züchter nach vorn schauen und alles, was dem IKFB in den letzten hundert Jahren gelungen ist, in die Zukunft retten. Die Zuchtziele des Internationalen Klubs für Französische Bulldoggen müssen weiterhin Gesundheit, Vitalität und Standardtreue sein.


 

 

 

 

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